TaiJi und Wu-Stil

Gesundheitsförderung, Meditation und Kampfkunst in einem.

Was ist TaiJi?

TaiJiQuan - die innere Kampfkunst nach dem TaiJi-Prinzip - gehört zur Familie der aus China stammenden inneren Kampfkünste und wird heute vor allem als gesundheitsfördernde Bewegungskunst und Meditation in Bewegung praktiziert. Langsame, fließende Bewegungen fördern Entspannung, Achtsamkeit, den Energiefluss (Qi) und die Balance zwischen Yin und Yang.

Gesundheit

Fördert nachweislich Beweglichkeit und Gleichgewicht, stärkt die Rumpfmuskulatur und baut Stress ab — anerkannt als Präventionsmaßnahme, oft mit besserem Schlaf und mehr Freude als Nebeneffekt.

Meditation in Bewegung

Durch Konzentration und langsame Ausführung verbinden sich Geist und Körper — ein Weg zu innerer Ruhe, der nicht im Stillsitzen, sondern in der Bewegung selbst liegt.

Innere Kampfkunst

TaiJi setzt auf weiche Techniken, innere Kraft und die Nutzung der Energie des Gegners — anders als harte Stile wie Karate oder Kung-Fu.

„In jeder Bewegung soll der ganze Körper leicht und beweglich sein, als wären alle seine Teile auf einen Faden aufgereiht. Qi soll entfaltet werden. Der Geist soll im Inneren angesammelt werden.“


Zhang Sanfeng, Begründer des TaiJi

Der Wu-Stil des TaiJi

Der Wu-Stil ist einer der fünf traditionellen Hauptstile des TaiJiQuan und besitzt seine eigene charakteristische Form und Bewegungskultur.

 

Der Wu-Stil in der WuMa-Tradition

Wir praktizieren den Wu-Stil in der Tradition von Meister Ma Jiangbao – geprägt von Natürlichkeit, Leichtigkeit und bewusster Bewegung.

 

Die Essenz des Übens

Fünf Qualitäten nach Meister Ma Yueliang

Nach den langjährigen Erfahrungen von Meister Ma Yueliang - der Vater von Ma Jiangbao - sollten die folgenden fünf Aspekte das Üben von TaiJi durchgängig begleiten.
 

Jìng

Ruhe

Sind Körper und Herz zur Ruhe gekommen, kann sich auch der Geist entspannen.

Màn

Langsamkeit

Kein Stillstand, sondern fließende Bewegung ohne Unterbrechung — „wie der Yangtse und das Meer ununterbrochen dahinströmend“.

Qīng

Leichtigkeit

Zwischen leer und voll unterscheiden lernen — Schlaffheit ist ebenso ein Tabu wie Kraftverschwendung.

Qiè

Gewissenhaftigkeit

Jede Bewegung genau ausführen und sich Mühe geben — nur so gelingt Fortschritt.

Héng

Ausdauer

Regelmäßiges Üben, auch bei Herausforderungen, prüft Charakter und Willensstärke.

"Mit einem Wort, die 5 Aspekte Ruhe, Leichtigkeit, Langsamkeit, Gewissenhaftigkeit und Ausdauer sind eng miteinander verbunden und ergänzen und vervollständigen sich gegenseitig. Keiner dieser fünf Aspekte ist entbehrlich."

Quelle: Wu-Stil  | Tai Chi Chuan – Ma Jiangbao: Die langsamen Formen

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